Meine Reisen

Meine Reisen waren nie geradlinig. Sie folgten keinen Plänen, sondern Momenten, in denen etwas in mir sagte: Jetzt. Manchmal führten sie nach Norden, manchmal nur ein paar Schritte weiter als gedacht. Wichtiger als die Orte waren die Zwischenräume – die Stunden, in denen man merkt, dass man sich selbst ein Stück hinter sich lässt. Ich habe gelernt, dass Reisen weniger mit Entfernung zu tun hat als mit Aufmerksamkeit. Man sieht anders, wenn man unterwegs ist. Und manchmal reicht das schon, um sich zu verändern.
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Samarinbreen

Norwegen - SPITZBERGEN

Eine Welt aus Licht und Stille Was Spitzbergen so besonders macht, ist dieses Gefühl, am Rand der Welt zu stehen.
Der norwegische Name Svalbard bedeutet „kühle Küste“ – ein poetischer Hinweis auf die raue, aber beeindruckend klare Schönheit dieser Region. Im Sommer geht die Sonne wochenlang nicht unter – die berühmte Mitternachtssonne taucht die Landschaft in ein fast magisches Licht. Im Winter herrscht Polarnacht: tiefblaue Dunkelheit, die von Nordlichtern durchbrochen wird. Beides hat seinen ganz eigenen Zauber. Natur, die Ehrfurcht weckt Die Inselgruppe ist Heimat des Eisbären, der hier tatsächlich häufiger vorkommt als Menschen. Deshalb unternimmt man Ausflüge außerhalb der Siedlungen nur mit erfahrenen Guides. Auch Rentiere, Polarfüchse und unzählige Seevögel gehören zum Alltag dieser arktischen Wildnis.
Longyearbyen - wo Geschichte im Eis schläft
Longyearbyen begann als Funke im Frost, gegründet 1906 von John Munroe Longyear, der Kohle suchte in einer Welt aus Schnee. Die Bergleute gruben sich in die Dunkelheit, während über ihnen die Polarnacht den Himmel wie ein schweres Tuch spannte. Heute stehen die alten Stollen still, doch ihre Geschichten atmen weiter im Knirschen des Schnees und im Schweigen der Berge. Forscher statt Bergleute befragen nun das Eis, und der Saatguttresor bewacht die Zukunft im Herzen des Permafrosts.
Gåshamna - Bucht der Geisterspuren
Gåshamna liegt wie ein vergessenes Wort zwischen Fels und Meer. Walfänger kamen einst hierher, ließen Öfen, Gräber, Spuren zurück – und die Zeit legte Schnee darüber, aber nicht Vergessen. Heute ziehen Gänse über die Bucht, und das Licht streift die alten Steine wie eine Hand, die Erinnerungen weckt. Gåshamna bleibt ein Ort, der mehr flüstert als spricht – und gerade darin seine Geschichte trägt.
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Gåshamna
Samarinbreen -ein Gletscher ohne Ausschmückung
Samarinbreen liegt am Hornsund, eine breite Wand aus Eis, gezeichnet von Rissen, die mehr über die Jahre erzählen als über Dramatik. Ab und zu bricht ein Block ab, nicht spektakulär, sondern sachlich – ein Vorgang wie Atmen. Das Wasser davor ist still, die Berge dahinter schweigen. Mehr braucht dieser Ort nicht, um Wirkung zu haben.
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Samarinbreen
Bellsund
Bellsund ist eine breite Öffnung in der Westküste Spitzbergens, ein stiller Übergang zwischen Meer und Bergen. Die Täler, die hier einmünden, tragen Spuren von Walfängern, Trappern, Forschern – nichts Dramatisches, nur Schichten von Nutzung, die die Landschaft nicht übertönen. Das Wasser ist oft ruhig, die Hänge karg, und die Stille wirkt nicht feierlich, sondern sachlich, fast nüchtern. Bellsund ist kein Ort, der sich aufdrängt. Er bleibt weit, offen, zurückhaltend – und gerade dadurch eindrucksvoll.
Ny-Ålesund
Ny-Ålesund ist ein winziger, abgelegener Ort und gleichzeitig ein global bedeutender Forschungs-Hotspot, der wie aus Licht und Stille geformt wirkt. Dort begann Geir Wing Gabrielsen in den 1980er-Jahren seine wissenschaftliche Reise. Er widmete sich dem Svalbardschneehuhn, einem Vogel, der den Winter nicht fürchtet. Zwischen Frost und Schnee folgte er den Spuren dieser kleinen Überlebenskünstler, die die Arktis wie ein vertrautes Zuhause bewohnen.
So wurde Ny-Ålesund nicht nur zu einem Forschungszentrum, sondern zu einem Ort, an dem sich Wissenschaft und Wildnis berühren und ein junger Forscher lernte, dass selbst das kleinste Schneehuhn ein Kapitel im großen Buch der Arktis schreibt.
Warum ist Ny‑Ålesund so wichtig?
In Ny‑Ålesund richtet die Wissenschaft ihren Blick gen Himmel, Meer und Eis – als lausche sie dem Atem der Arktis selbst. Dort erforschen Menschen den Klimawandel, lesen in den Schichten der Atmosphäre wie in einem empfindlichen Tagebuch, in dem jede Veränderung ein leiser, aber bedeutender Satz ist. Sie wandern über Gletscher, die knistern wie altes Glas, und über Meere, die Geschichten aus der Tiefe tragen – von Strömungen, die die Welt verbinden, und von Eisbergen, die wie wandernde Kathedralen treiben. Die Ökosysteme der Arktis werden beobachtet mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Geduld. Jedes Moospolster, jeder Fuchs, jedes Schneehuhn ist ein Hinweis darauf, wie Leben sich anpasst, wenn die Welt am Rand des Möglichen liegt. Und seit Jahrzehnten stehen dort Wetterstationen, die unermüdlich messen, notieren, bewahren – wie stille Chronisten, die den Wandel der Zeit in Zahlen fassen.
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Samarinbreen

Norwegen - OSLO

Oslo ist eine Stadt aus Licht und Atem. Der Fjord glitzert wie ein stilles Versprechen, die Wälder lehnen sich sanft an ihre Ränder, und zwischen Wasser und Hügeln geht die Stadt ihren ruhigen, warmen Rhythmus.
Wikingermuseum
In Oslo, wo der Wind die Dächer streift, steht ein Haus, das die Zeit bewahrt. Darin ruhen Schiffe wie schlafende Riesen, geformt aus Eiche, Salz und Geschichten. Man spürt, wie ihre Planken flüstern: von Fahrten über graue Meere, von Stürmen, die den Himmel spalteten, von Menschen, die Mut wie Feuer trugen. Auch wenn die Hallen heute stiller sind, lebt ihr Atem weiter im Holz. Wer eintritt, betritt nicht nur ein Museum, sondern eine Tür in den Norden selbst — dorthin, wo Vergangenheit und Gegenwart für einen Moment dieselbe Sprache sprechen.
Tromsö - Venedig des Nordens
Im hohen Norden, wo die Nächte lang wie Geschichten sind, liegt Tromsø wie ein heller Atemzug im Schnee. Zwischen Bergen und Meer spannt sich ein Himmel, der manchmal in Grün und Violett brennt wie ein leises Wunder über den Dächern. Die Stadt trägt den Duft von Salz und Kälte, doch in ihren Gassen glimmt Wärme: Lichter in Fenstern, Stimmen in Cafés, ein Rhythmus, der selbst im Winter nicht verstummt. Und wenn das Polarlicht tanzt, scheint Tromsø für einen Moment nicht gebaut aus Stein und Holz, sondern aus Sternen, die sich für eine Nacht herabbeugen.

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